Rede von EU-Kommissionspräsident Juncker zur Lage der Union 2017

 

Der Präsident der Europäischen Union Jean-Claude Juncker hat am vergangenen Mittwoch seine Rede zur Lage der Europäischen Union vor dem Europäischen Parlament in Straßburg gehalten. In dieser Rede stellte der Kommissionspräsident seine Prioritäten für die nächsten Jahre vor und erklärte seine Vision der Europäischen Union. „Europa hat wieder Wind in den Segeln“ stellte Juncker fest und appellierte an alle europäischen Akteure gemeinsam die Zukunft der Union zu gestalten. Beim Thema Handel wurde die Aufnahme von Verhandlungen über Handelsabkommen mit Australien und Neuseeland vorgeschlagen. Im wirtschaftlichen Bereich zeigte sich Jean-Claude Juncker schockiert über den absichtlichen Betrug von Kunden durch Konzerne der Automobilindustrie und forderte diese auf, „dies wiedergutzumachen und ihren Kurs zu korrigieren.“ Juncker sprach sich weiterhin für den Euro als einheitliche Währung in der EU aus. Zusätzlich benötige die EU einen europäischen Wirtschafts- und Finanzminister, der Strukturreformen innerhalb der Mitgliedsstaaten fördert. Der EU-Kommissionspräsident betonte hinsichtlich des Themas Migration, dass Europa ein Kontinent der Solidarität bleibe, auf dem verfolgte Personen Schutz finden. Weiterhin sollen alle europäischen Staaten Verantwortung beim Schutz der europäischen Grenzen übernehmen. Jean-Claude Juncker betonte die gemeinsamen Werte innerhalb der Europäischen Union, die von großer Wichtigkeit für die gemeinsame Arbeit in verschiedensten Bereichen der EU sind.

Die gesamte Rede und weitere Informationen finden Sie unter: https://ec.europa.eu/commission/news/president-juncker-delivers-state-union-address-2017-2017-sep-13_de

Erasmus+

Erasmus+ ist ein Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. 2017 wird das 30-jährige Jubiläum des Programmes gefeiert. Anlässlich dieses Jubiläums hat die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland ein Video über die bisher erreichten Ziele veröffentlicht. Das Video finden Sie unter: https://www.youtube.com/watch?v=TZKeXO6TrFc

EU-Kommission verhängt Wettbewerbsstrafe gegen Google

Die Europäische Kommission hat eine Kartellstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Der Grund dafür lautet Wettbewerbsverzerrung, denn Google soll beim Online-Shopping das eigene Preisvergleichsangebot in den Suchergebnissen zuerst anzeigt haben und damit Vorteile gegenüber der Konkurrenz erreicht haben. Der Konzern hat nun 90 Tage Zeit, um dieses Geschäftspraxis zu verändern. Die Verhängung der Wettbewerbsstrafe sieht der Internetkonzern als nicht gerechtfertigt an und will eine Berufung prüfen.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2017-06/eu-kommission-wettbewerbsstrafe-von-2-42-milliarden-euro-gegen-google oder unter: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/google-eu-strafe-101.html

Europäische Kommission stellt Reflexionspapier zur Zukunft der europäischen Verteidigung vor

Am vergangenen Mittwoch hat die Europäische Kommission ein Reflexionspapier zur Zukunft der europäischen Verteidigung vorgestellt. Ein Vorschlag der Kommission ist der Europäische Verteidigungsfond. Dieser soll die Zusammenarbeit und die Effizienz der Verteidigungsausgaben der Mitgliedsstaaten fördern. Weiterhin können durch den Fond Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Verteidigungstechnologie realisiert werden. 590 Millionen Euro werden dem Europäischen Verteidigungsfond bis 2020 zugewiesen. Ab 2020 sollen 1,5 Milliarden Euro dem Fond jährlich zugeordnet werden. Der Fond ist nicht als Ersatz für die Verteidigungsinvestitionen der Mitgliedsstaaten gedacht, sondern soll ihre Zusammenarbeit optimieren.
Die EU-Kommission stellt im Reflexionspapier zusätzlich drei Optionen zur Zukunft der Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung vor. In dem ersten Szenario „Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung“ würden die Mitgliedsstaaten auf freiwilliger Basis und im konkreten Einzelfall gemeinsam handeln. Die Europäische Union würde dabei die nationalen Bemühungen ergänzen. Das zweite Szenario „Geteilte Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung“ sieht mehr Solidarität im Bereich der Verteidigung vor. Bestimmte finanzielle und operative Ressourcen würden gebündelt werden und die EU würde sich stärker für den Schutz innerhalb und außerhalb der Grenzen einsetzen. Das dritte Szenario „Gemeinsame Verteidigung und Sicherheit“ beinhaltet die Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik der EU und eine gemeinsame Verantwortung mit der NATO für den Schutz Europas. Diese drei Szenarien schließen sich nicht gegenseitig aus.

Weitere Informationen und das Reflexionspapier zur Zukunft der europäischen Verteidigung finden Sie unter: https://ec.europa.eu/…/reflection-paper-future-european-def… und unter:https://ec.europa.eu/commi…/…/europe-defends-and-protects_de

Sie haben Fragen zur Europäischen Union? Dann kontaktieren Sie uns!

Unsere Kontaktdaten finden Sie unter: http://www.europedirect-magdeburg.de/?page_id=11
Die EUROPE DIRECT Informationszentren informieren deutschlandweit über die Europäische Union, halten Broschüren bereit und können viele Auskünfte geben und Ansprechpartner nennen. Sie arbeiten eng mit der Europäischen Kommission zusammen und bieten zahlreiche Debatten- und Informationsangebote zur EU-Politik an. Einen Eindruck von der Arbeit der Europe Direct Informationszentren erhalten Sie im folgenden Video: https://www.youtube.com/watch?v=o8VJqx2oJMs.

EUROPAWOCHE 2017

Jedes Jahr findet im Umfeld der beiden Europatage (5. Mai als Gründungstag des Europarates sowie 9. Mai als Robert-Schuman-Tag, Ehrentag der EU) in allen deutschen Bundesländern die Europawoche statt.

Das Politische Bildungsforum Sachsen-Anhalt der Konrad-Adenauer-Stiftung und das Europe Direct Informationszentrum Magdeburg führen im Rahmen der diesjährigen Europawoche auch 2017 eine Vielzahl von Vortrags- und Gesprächsveranstaltungen in Sachsen-Anhalt durch. Alle Veranstaltungen im Überblick finden Sie unter: https://goo.gl/fUcz9n.
Ermöglicht wurden die Projekte durch eine Zuwendung der Landesregierung, Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt.

Koordiniert werden alle Veranstaltungen der Europawoche vom Europäischen Jugend Kompetenz Zentrum GOEUROPE! – nähere Informationen: www.goeurope-lsa.de/europawoche/.

Studieren und Leben in Frankreich

Jedes Jahr planen viele junge Menschen einen Auslandsaufenthalt in Frankreich, um dort zu studieren, ein Praktikum zu absolvieren oder für einige Zeit dort zu leben. Damit der Aufenthalt im Gastland zu einer tollen Erfahrung wird, hat das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. einen kostenlosen Online-Ratgeber entwickelt. Dieser beantwortet Fragen, die sich vor und während des Aufenthalts in Frankreich ergeben. Dazu zählen u.a. bürokratische und rechtliche Themen. Aber auch Tipps für den Alltag im Gastland werden gegeben. Den Online-Ratgeber finden Sie unter: https://www.cec-zev.eu/fileadmin/user_upload/cec-zev/PDF/guide_etudiants/Studieren_in_Frankreich.pdf

EU-Kommission legt erste Ideen zur Zukunft Europas vor

Die Europäische Kommission hat am vergangenen Mittwoch ein Weißbuch zur Zukunft Europas vorgelegt. Das Weißbuch zeigt Chancen und Herausforderungen auf, die Europa in den nächsten zehn Jahren bevorstehen könnten. Weiterhin werden fünf Szenarien für die zukünftige Entwicklung der Europäischen Union skizziert. Das erste Szenario heißt „Weiter so wie bisher.“ Dieser Vorschlag bedeutet, dass die Europäische Union sich auf die Umsetzung ihrer Reformagenda konzentriert. Das zweite Szenario trägt den Titel „ Schwerpunkt Binnenmarkt.“ Hierbei würde der Fokus auf dem Binnenmarkt liegen, da die Mitgliedsstaaten in verschiedenen Politikbereichen keine gemeinsame Haltung haben. Das dritte Szenario lautet „Wer mehr will, tut mehr.“ Die EU arbeitet weiter wie bisher, erlaubt aber einzelnen Mitgliedsstaaten, sich zusammentun, um gemeinsam in verschiedenen Politikbereichen (z.B. Verteidigung, innere Sicherheit) gemeinsam voranzukommen. Es würde zu der Bildung von Koalitionen kommen. „Weniger, aber effizienter“ kennzeichnet das vierte Szenario. In ausgewählten Bereichen würden rasche Ergebnisse angestrebt werden, andere Politikbereiche wären Sache der Mitgliedsstaaten. Das fünfte Szenario trägt den Namen „Viel mehr gemeinsames Handeln.“ Die Mitgliedsstaaten teilen mehr Kompetenzen und treffen mehr Entscheidungen gemeinsam, so dass eine schnellere Umsetzung der Entscheidungen möglich wäre. Das Weißbuch ist der Beitrag der Europäischen Kommission zum Gipfel in Rom am 25. März 2017 und zeigt erste Ideen und Vorschläge für die Zukunft Europas, die im weiteren Prozess gemeinsam mit dem Europäischen Parlament und den Mitgliedsstaaten erörtert und ergänzt werden sollen.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-385_de.htm

Euroscola-Wettbewerb 2017

Der Euroscola-Wettbewerb 2017 ist ab sofort eröffnet. Der Wettbewerb bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit dem Thema Europa und dem Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen in der Europäischen Union auseinanderzusetzen. In diesem Jahr steht der Wettbewerb unter dem Motto „Europa trotzdem!? – Welche Folgen haben Krisen und zunehmender Nationalismus für die EU?“ Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren sind aufgerufen, an dem Kreativ-Wettbewerb teilzunehmen. Die Umsetzung der Ideen ist entweder in der Kategorie „Print oder Online“ (z.B. Info-Broschüeuroscola2017 (1)re) oder in der Kategorie „Audiovisuelle Medien“ (z.B. Film) möglich.

Die Gewinnerinnen und Gewinner dürfen sich auf eine Reise nach Straßburg freuen und nehmen dort als deutsche Vertreterinnen und Vertreter am Programm Euroscola im Europäischen Parlament teil.

Der Einsendeschluss für die Beiträge ist der 1. April 2017.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen finden Sie unter: http://www.europarl.de/de/jugend_schulen/europa_schule/euroscola.html#shadowbox/1/