Gebührenfreies Roaming kommt ohne zeitliche Beschränkung

Der überarbeitete Vorschlag der EU-Kommission sieht kostenloses Roaming ohne Zeitlimit vor. Missbrauch, des ab Juni 2017 geplanten Vorhabens, soll verhindert werden. Ein Beispiel wäre, dass ein Nutzer eine günstige SIM-Karte aus dem Ausland dauerhaft zu Hause nutzt. Die Kommission betont: „Roaming ist für Reisende.“ Um Missbrauch zu verhindern, können Telekommunikationsunternehmen Aufpreise vom Nutzer verlangen, wenn dieser den Tarif dauerhaft im Heimatland nutzt. Der Verbraucher erhält für einen solchen Fall Einspruchsrechte.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://ec.europa.eu/news/2016/09/20160921_de.htm oder http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/europaeische-union-roaming-keine-zeitbegrenzung

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur Lage der Europäischen Union

In der Rede zur Lage der Union am vergangenen Mittwoch äußerte sich Jean-Claude Juncker besorgt über den aktuellen Zustand der Europäischen Union. Der Kommissionspräsident forderte alle europäischen Akteure auf, gemeinsame Lösungen für gegenwärtige Herausforderungen zu erarbeiten. Weiterhin hob er die Bedeutung des Eingehens auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger hervor. „Wir müssen ein besseres Europa schaffen: ein Europa, das schützt, die europäische Lebensart verteidigt, unsere Bürgerinnen und Bürger stärkt und sie daheim wie im Ausland verteidigt.“ In der Rede zur Lage der Nation wurden Initiativen zu den politischen Prioritäten der Kommission vorgestellt. Dazu gehören u.a. die Themen Arbeitsplätze und Wachstum. Jean-Claude Juncker betonte die Wichtigkeit von Investitionen in junge Menschen, Arbeitsuchende und Start-up-Unternehmen. Dafür soll die Laufzeit des Europäischen Fonds für strategische Investitionen verlängert und in seiner Kapazität verdoppelt werden. Beim Thema Vernetzung gab der EU-Kommissionspräsident das Ziel aus, dass „bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder europäischen Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang“ ausgestattet sein sollen. Auch mit dem Thema Migration beschäftige sich Jean-Claude Juncker in seiner Rede und versprach Investitionen für Afrika und die EU-Nachbarschaft in einem Umfang von 44 Mrd. Euro. Dieses Investitionspotential könnte unter Mithilfe der Mitgliedsstaaten auf 88 Mrd. Euro vergrößert werden.Darüber hinaus bekräftigte der Kommissionspräsident beim Thema Sicherheit das Vorhaben, die Grenzen „mit der neuen Europäischen Grenz- und Küstenwache“ zu schützen. Weiterhin werden 200 zusätzliche Grenzschutzbeamte und 50 zusätzliche Fahrzeuge ab Oktober an der Außengrenze Bulgariens im Einsatz sein. Jean-Claude Juncker legte eine weitere Initiative auf dem Gebiet der Verteidigung vor, denn Europa brauche eine „innovative europäische Rüstungsindustrie.“ Dazu soll noch in diesem Jahr ein Europäischer Verteidigungsfonds eingerichtet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://ec.europa.eu/news/2016/09/20160914_de.htm

Die gesamte Rede zum Nachlesen finden Sie unter: http://europa.eu/rapid/press-release_SPEECH-16-3043_de.htm

Verschiebung des Brexit

Nachdem die Mehrheit der Briten sich für den Austritt aus der EU entschieden hat, gerät der Austrittsprozess nun ins Stocken. Der Brexit könnte erst 2019 Realität werden. Als Grund führt die britische Regierung an, mehr Zeit für die vorzubereitenden Verhandlungen zu benötigen. Weiterhin werden die anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich und die Bundestagswahl 2017 als Begründungen genannt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-08/brexit-austrittsverhandlungen-eu-grossbritannien

 

64. Europäischer Wettbewerb 2017

Unter dem Motto „In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne“ startet der 64. Europäische Wettbewerb. DEurop_Wettbew.jper älteste Schülerwettbewerb Deutschlands soll Schülerinnen und Schüler ermutigen, die kulturelle Vielfalt Europas zu erforschen. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aller Schularten. Verschiedene Aufgaben, geordnet nach Klassenstufen, müssen dabei in Einzel- und Gruppenarbeiten gelöst werden. Die Bearbeitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Einsendeschluss ist der 17.03.2017. Die besten Wettbewerbsbeiträge werden von einer Jury, bestehend aus Lehrkräften aller Bundesländer und Schulformen, prämiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.europaeischer-wettbewerb.de/

Europa.Medien.Preis Sachsen-Anhalt 2016

Sie interessieren sich für aktuelle Themen und spannende Geschichten rund um Europa und Sachsen-Anhalt? Dann ist der Europa.Medien.Preis 2016 etwas für Sie. Der Preis wird von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Europäischen Jugendkompetenzzentrum Sachsen-Anhalt GOEUROPE! ausgelobt.
TeilnehmMedienpreisen dürfen Einzelpersonen, Projektgruppen, Vereine und Organisationen. Die Teilnahme ist altersunabhängig. Wichtig ist, dass Sie aus Sachsen-Anhalt kommen, Ihren Wohnsitz hier haben oder ihre Ausbildung hier absolvieren.
Der Beitrag soll Ihre Vorstellungen und Gedanken von Europa zeigen. Dabei sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Diese Ideen können als Videos, Audioproduktionen, Fotos, Internetauftritt, abgefilmte eigene Theaterstücke oder Medienkampagne in einem sendefähigen Format abgegeben werden. Der zu bewertende Teil der Produktion, der von Ihnen selbst festgelegt wird, darf nicht länger als 10 Minuten sein. Die Abgabe kann per E-Mail oder per Post erfolgen. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2016.
Zu gewinnen gibt es drei Preise von je 1.000 Euro (Jurypreis, Internetpreis, Publikumspreis) sowie
eine viertägige Exkursion nach Brüssel und Workshops der Medienanstalt in Halle und Magdeburg.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.goeurope-lsa.de/europamedienpreis/

Großbritannien hat entschieden…

… und sie haben „Ja“ gesagt zum Brexit. Nach Stand des vorläufigen Endergebnisses haben 51,9 Prozent für den EU-Austritt gestimmt und 48,1 Prozent für einen Verbleib in der EU. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2 Prozent. Das Ergebnis des Referendums zeigt, die Staaten im Vereinigten Königreich sind uneins. Während die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Schottland und Nordirland für einen Verbleib in der EU gestimmt haben, hat sich die Mehrheit Englands und Wales für einen Austritt ausgesprochen. Ein erneutes Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union in Schottland und Nordirland gilt als wahrscheinlich.

Die ersten Folgen des Brexits sind bereits sichtbar. Das britische Pfund erlebt einen Kursverlust gegenüber dem US-Dollar und dem Euro. Premierminister Cameron kündigte seinen Rücktritt für Oktober an und der Dax brach um knapp zehn Prozent ein. Weitere wirtschaftliche und politische Folgen sind nicht ausgeschlossen.

Was sind die nächsten Schritte? Das weitere Verfahren regelt der Artikel 50 des EU-Vertrages. Großbritannien muss zunächst die EU offiziell über den Austrittswunsch informieren. Danach folgen Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über die Details des Austritts bzw. über das zukünftige Verhältnis beider. Ziel der Verhandlung ist das Austrittsabkommen. Dafür ist die Zustimmung der EU und Großbritannien notwendig. Auf Seiten der Europäischen Union müssen das Europäische Parlament und mindestens 20 von 27 europäischen Regierungen im Rat der Europäischen Union zustimmen (Großbritannien nimmt nicht teil an der Beschlussfassung nach Artikel 50 Absatz 4 des EU-Vertrages).

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/eu-referendum-brexit-abstimmung-live

Brexit – Yes or No?

Heute haben rund 46,8 Millionen Wahlberechtigte bis 23 Uhr MESZ die Möglichkeit über den Verbleib Großbritanniens innerhalb der Europäischen Union abzustimmen. Die Originalfrage des Referendums lautet „Should the United Kingdom remain a member of the European Union or leave the European Union?“ Die Antwortmöglichkeiten sind „Remain a member of the European Union“ und „Leave the European Union.“ Wahlberechtigt sind alle Briten, die über 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in Großbritannien und Nordirland haben. Des Weiteren dürfen auch Iren und Angehörige aus den Commonwealth-Staaten abstimmen, wenn ihr Wohnsitz im Vereinigten Königreich liegt. Die Grundlage des Referendums ist der Artikel 50 des EU-Vertrages. Dieser besagt, dass jeder EU-Mitgliedsstaat das Recht hat aus der Europäischen Union auszutreten. Ein Grund für einen Austritt muss nicht angeführt werden. Der Ausgang des Referendums ist ungewiss. Seit Wochen liefern sich die Befürworter und Gegner eines Austrittes aus der Europäischen Union ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Umfragen lassen erahnen das das Ergebnis sehr knapp ausfallen könnte.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-faq-101.html

„Speak Dating“ – Europäischer Tag der Sprachen

ETDSAnlässlich des Europäischen Tages der Sprachen findet am 26. September 2016 von 19 – 21 Uhr eine Veranstaltung unter dem Motto „Speak Dating“ im Europäischen Haus in Berlin statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Deutsch und mindestens eine weitere der EU-Amtssprachen sprechen, haben die Möglichkeit ihre eigenen Sprachkenntnisse zu nutzen, um mit Menschen in verschiedenen europäischen Amtssprachen zu kommunizieren und sich kennenzulernen. Die Idee des Tages der Europäischen Sprachen ist die Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt, aber auch die Ermunterung der Menschen zum Erlernen von Sprachen.

Der Jugendwettbewerb des Europäischen Jugendparlaments 2016/2017

Jedes Jahr bietet der Nationale Auswahlprozess des Europäischen Jugendparlaments Raum, um spannende Diskussionen über aktuelle europapolitische Themen zu führen. Das Thema in diesem Jahr ist die Kooperation der Europäischen Union mit nicht-EU Transitstaaten in der Flüchtlingsfrage (With Europe being part of a globalised world, the current refugee question cannot be solved on European ground alone. How can the EU further cooperate with non-EU transit countries whilst attaining its migration and development policy objectives?”).

Poster_NAP-2017_1_1Interessierte Jugendliche, im Alter von 15 bis 19, können als Einzelbewerber oder in einer siebenköpfigen Delegation eine auf Englisch verfasste Resolution zu dem Thema als Bewerbung abgeben. Jede Schule kann nur eine Bewerbung einreichen. Delegationen können mit benachbarten Schulen zusammen gestellt werden. Die Abgabefrist für die Bewerbungen ist der 01. November 2016


Eine unabhängige Jury wählt dann die besten zehn Schuldelegationen und die besten elf Einzelbewerber aus. Diese werden in drei regionalen Auswahlsitzungen im Frühling 2017 eine Parlamentssimulation durchlaufen und ihre Arbeitsergebnisse diskutieren. Der Wettbewerb endet mit der Nationalen Auswahlsitzung. Zu dieser werden die besten drei Schuldelegationen und Einzelbewerber der regionalen Auswahlsitzungen eingeladen. Hier wird entschieden, wer Deutschland auf zwei internationalen Sitzungen des European Youth Parliament vertreten darf.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.eyp.de/mitmachen/wettbewerb/